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Verstand und (Unter-)Bewusstsein

Was ist der Verstand?

Antwort: Die neueste Erfindung der Evolution, der Unterschied zwischen Mensch und Tier.

Durch den Verstand gab es einen Quantensprung in der Entwicklung der Menschen. Dinge wie Sprache, Lernen, Logik, Technik, … usw. sind Funktionen des Verstandes. Ursprünglich diente der Verstand dazu, gegenüber den anderen Lebewesen auf der Erde einen Vorteil zu bekommen, und damit bessere Überlebenschancen zu haben.

Der Verstand ist bei Gefühlen völlig außen vor. Das ist die Sprache der Intuition, des Unterbewusstseins. Er kann nicht begreifen, was ein Gefühl ist und versucht uns ständig einzureden, dass nur das Rationale, mit dem Verstand erfassbare für unser Leben wirklich wichtig ist. In der Schule wird leider fast nur der Verstand gefördert und trainiert. Nur das wird in unserer Gesellschaft wertgeschätzt.

Das führt zu einem Ungleichgewicht, da Intuition (die Gefühls-Ebene) und der Verstand vom Design her mindestens gleichberechtigt sind, und je nach Lebenssituation das eine oder das andere System eingesetzt werden sollte. Die Systeme haben nichts gemeinsam, operieren auf komplett verschiedenen Aufgabenfeldern.

Wenn Verstand und Gefühle unterschiedliche Signale liefern, ist in Entscheidungsfragen auf einmal Zweifel da, weil man nicht weiß, was richtig ist. Der Verstand ist mit der Entscheidung überfordert.

Die Dominanz des Verstandes in hat dazu geführt, dass die Arbeit kreativer Menschen sehr gering bewertet wird. Künstler können selten von Ihrer Arbeit leben, weil sie nicht entsprechende Wertschätzung bekommen. Dabei haben gerade die nicht rationalen Dinge oder Ereignisse, die tiefste Bedeutung in unserem Leben.

Der Verstand muß wieder an seine ursprünglichen Aufgaben erinnert werden, damit Intuition und Emotion wieder den angemessenen Platz im menschlichen Leben bekommen.

Unser Verstand hat die Technik erfunden. Sie sollte uns ursprünglich das Leben erleichtern, uns Freiheit vom täglichen Überlebenskampf auf der Erde geben. Diese Technik steht uns schon seit einiger Zeit zur Verfügung, doch wir nutzen sie nicht, wie eigentlich gedacht. Die geistige Kursänderung aufgrund der neuen Möglichkeiten erfolgt nicht, Aggression in verschiedensten Formen wird weiterhin für Pseudo-Überlebenskämpfe benutzt.

Die geistige Evolution ist gegenüber der technischen Evolution völlig zurück geblieben. Wie ein Kleinkind, dem man ein scharfes Messer oder einen echten Raketenwerfer zum Spielen in die Hand drückt. Das Kind kann damit überhaupt nicht umgehen und zerstört sich und seine Umwelt.

Die Technik wird zur Droge:

  • Man lässt sich durch die Medien unterhalten, der Geist wird beschäftigt, man muß nicht mehr denken.
  • Smartphones nehmen schon den Kindern das Denken ab
  • Durch die Computertechnik werden Aufgaben des Verstandes z.B. von künstlichen Intelligenzen übernommen.
  • Der Verstand wird sich in den kommenden Generationen immer weiter zurück entwickeln, da er zum Überleben nicht mehr benötigt wird

Es werden immer mehr Funktionen von der Technik übernommen, die ursprünglich dem Verstand zugeordnet waren,. Der Verstand wird ersetzt und maschinell erweitert. Das fühlt sich nicht wie eine Weiterentwicklung im Sinne der Evolution an. Die Menschlichkeit und das Bewusstsein bleiben auf der Strecke.

In den nächsten Jahren wird sich das drastisch immer weiter verändern und vielleicht wird der Verstand sogar vollkommen durch künstliche, maschinelle Intelligenz ersetzt werden.

Diese Entwicklungen können nicht gestoppt werden, da zu wenig Bewusstsein bei den Menschen vorhanden ist. Man begreift nicht, wohin es führen wird. Die Tage des Verstandes sind gezählt.

Das ist definitiv eine Sackgasse für die Entwicklung auf der Menschheit. Szenarios, wie man sie vielleicht von Science-Fiction-Filmen kennt, wo die Maschinen die Macht übernehmen sind sehr leicht möglich.

Menschen, die das erkannt haben sollten einen anderen Weg einschlagen, und die Technik wirklich nur zur Freiraum-Schaffung für die eigene Bewusstseinsentwicklung einsetzen. In diesem Sinne können die Maschinen eine große Hilfe sein, wenn man die Grenzen nicht überschreitet.

Link:
11-10 Adamus - The mind cannot stand nothingness