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Stress - Meine Definition und Tipps

Was ist Stress? Bin ich im Stress? Wie komme ich da raus?

Definition: Ein instinktives Verhalten, das wir von unseren Vorfahren übernommen haben. Ursprünglich Fight-or-Flight (Flucht-oder-Kampf-Reaktion) in einer lebensbedrohlichen Situation. Ein körperlich-energetischer Zustand, der vielen Neandertalern das Leben gerettet hat, wenn ihnen der Säbelzahn-Tiger auf den Fersen war.

In einer lebensbedrohlichen Notsituation wird dabei die Lebensenergie des Körpers durch die Stress-Hormone (Adrenalin, Kortison) blitzschnell umverteilt, sodass man ganz viel Energie im Herz-Kreislauf-System und in der Muskulatur zur Verfügung hat.

Aus Systemen, die man in einer lebensbedrohlichen Situation nicht benötigt wird diese Energie abgezogen: Immunsystem, Regeneration, Entgiftung, Verdauung werden in den nächsten 10 Minuten nicht benötigt. Bis dahin ist man entweder in Sicherheit oder tot.

Hat man es geschafft, endet dieser Ausnahmezustand und die Lebensenergien werden im gesamten Körper wieder gleichmäßig verteilt.

Heute gibt es kaum noch lebensbedrohliche Situationen, aber viele Menschen überfordern sich, oder werden durch Ihre Umwelt überfordert. Instinktiv macht der Körper das Einzige, was er kennt, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen: er geht in diesen archaischen Lebensgefahr-Modus (Stress-Modus).

Das wäre alles nicht so schlimm, wenn dieser Zustand nur ausnahmsweise und nur wenige Minuten dauern würde, wie eigentlich von der Natur gedacht. Leider ist dieser Stress-Modus für viele Menschen zum Non-stop-Normalzustand geworden und man bemerkt nicht, dass man ständig in einem Notfall-Ausnahmezustand durchs Leben geht.

Sogar viele Kinder mit der ADS-, ADHS-Diagnose sind möglicherweise nur in einem Dauer-Stresszustand.

Das kann Folgen für die Gesundheit haben (Beispiele):

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herzrhythmusstörungen, hoher Blutdruck
  • Verdauungsprobleme, da das Verdauungssystem viel zu wenig Energie hat (Blähbauch, Reizdarm)
  • Vitamin und Mineralien-Mangel aufgrund der schlechten Nahrungsresorption im Darm
  • Infektanfälligkeit, da das Immunsystem viel zu wenig Energie hat
  • Ängste, Zweifel, Unsicherheiten
  • Erschöpfungszustände durch den hohen Energieverbrauch dieser Dauer-Anspannung

Wann ist man ist im Stress?: Oft spürt man mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht, dass man ständig (seit Tagen, Wochen, Monaten) außerhalb seines normalen Betriebszustands ist. Einige (leider nicht immer eindeutige) Symptome:

  • Keine Geduld, es macht einen ganz kribbelig, untätig warten zu müssen
  • Unruhe, Nervosität, man schafft seinen Tag nicht, Überforderungsgefühl
  • Es ist unmöglich, z.B. einige Minuten einfach gar nichts zu machen, wenn man keine Ablenkung hat
  • Wenn Maßnahmen zur Entspannung gut tun
  • Wenn Entspannungsübungen anstrengend oder unangenehm sind: Blockaden im gestressten Zustand

Stress abschaffen: Hinreichend oft (ein-bis mehrmals pro Woche)  effiziente Entspannungstechniken pflegen, und das völlig andere Körpergefühl am Ende solcher Übungen möglichst lange im Alltag halten. Oder kommen Sie ins Jetzt. Ohne gedankliche Projektion in die Zukunft (Ängste) gibt es keinen Stress. Trainieren sie, immer im normalen Betriebsmodus zu bleiben trotz der Überforderungen.

Für die meisten Menschen eignen sich regelmäßige geführte Entspannungen in kleinen Gruppen wie zum Beispiel Yoga, Tai-Chi, Meditation oder autogenes Training. Wichtig ist ein Nachher-Effekt, der sehr deutlich spürbar sein sollte. Es ist selten, dass man das allein schafft.

Glauben, Vertrauen aufbauen. Entweder ein Vertrauen in sich selbst oder auch ein starker Glaube (an höhere Kräfte) kann helfen, wieder zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden.

Die Ursachen für den Stress abzustellen ist natürlich hilfreich. Noch besser wäre es, den Stier bei den Hörnern zu packen und die Situation meistern. Irgendwann später im Leben kommen garantiert ähnliche Situationen, und man geht wieder in den Lebensgefahr-Modus, wenn man nicht gelernt hat, sich nicht stressen zu lassen.

Sport hilft nicht, da hierbei die Pseudo-Lebensgefahr-Situation durch die körperliche Anstrengung unterstützt wird. Man fühlt sich zwar meist am Ende einer Sportstunde besser, aber eigentlich wird der Notfallmodus bestätigt, sodass man danach oft noch tiefer in den Stress gerät. Natürlich ist Bewegung, Sport aus anderen Gründen wichtig für die Gesundheit.

Weitere Informationen:
Stress - Wirkung im Körper: YouTube-Video (keine Lösung, nur die Mechanismen erklärt)
Stress-Auswirkungen: Ein Experiment: 48-Stunden Stress-Test | Galileo Selbstexperiment
Suchanfrage im YouTube: Liste von vielen Videos
Suchanfrage im YouTube: Verschiedenste Entspannungstechniken